Den richtigen Golflehrer finden

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Den richtigen Golflehrer finden
Wir haben drei Top-Golflehrer nach den vier wichtigsten Dingen gefragt, die Sie tun sollten, um den richtigen Trainer für Ihr Spiel auszuwählen (und für das Spiel Ihres Nachwuchsspielers, falls Sie Eltern sind).

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Auf vie­len unse­rer Golf-Grup­pen­rei­sen zu den ver­schie­de­nen Golf­plät­zen in Euro­pa, hören wir immer wie­der von Teil­neh­mern des Golf-Grup­pen­trai­ning: „…, mein Golf­leh­rer aus mei­nem Golf­club hat mir aber gesagt……, jetzt bin ich ganz verunsichert!“.

Da stellt sich die Fra­ge – wie fin­det man eigent­lich sei­nen „rich­ti­gen“ Golf­leh­rer?

Wie Sie den richtigen Golflehrer für sich finden

Woher weiß ich, das mein Golf­trai­ner ein guter Golf­leh­rer ist?

Irgend­wann wer­den Sie es leid sein, immer wie­der den glei­chen Sli­ce vom Tee zu spie­len. Sie kön­nen auf die fal­schen Rat­schlä­ge Ihrer Kum­pels hören oder Sie kön­nen eine Unter­richts­stun­de neh­men. Wir emp­feh­len Ihnen Letzteres.

Aber wie wäh­len Sie den rich­ti­gen Leh­rer für Ihr Spiel aus? Wir haben drei Top-Golf­leh­rer nach den vier wich­tigs­ten Din­gen gefragt, die Sie tun soll­ten, um den rich­ti­gen Trai­ner für Ihr Spiel aus­zu­wäh­len (und für das Spiel Ihres Nach­wuchs­spie­lers, falls Sie Eltern sind). Der Top-50-Leh­rer Kevin Weeks ist der Direk­tor des Cog Hill Golf & Coun­try Club außer­halb von Chi­ca­go. Eri­ka Lar­kin ist eine der Top-Leh­re­rin­nen in Vir­gi­nia und arbei­tet im Club at Creighton Farms in Aldie. Der Top-Leh­rer aus Ohio, Kyle Mor­ris, lei­tet das Trai­nings­zen­trum The Golf Room in Dublin.

Die Chemie ist extrem wichtig.

Mor­ris: “Es gibt zwei Ele­men­te. Da ist zum einen der Per­sön­lich­keits­typ und zum ande­ren die Kom­mu­ni­ka­ti­on. Das Ziel ist zwei­fels­oh­ne, bes­ser zu spie­len, und Sie müs­sen nicht nur kom­mu­ni­zie­ren kön­nen, son­dern auch die rich­ti­gen Infor­ma­tio­nen ver­mit­teln. Aber dies ist auch ein Unter­hal­tungs­an­ge­bot. Die Leu­te geben Geld aus, um etwas in ihrer Frei­zeit zu unter­neh­men, und wenn sie kei­nen Spaß haben, wer­den sie nicht wiederkommen.”

Weeks: “Des­halb begin­ne ich immer mit einer Ein­zel­stun­de, bevor ich mich auf etwas Lang­fris­ti­ges mit einem Erwach­se­nen oder einem wett­be­werbs­fä­hi­gen Juni­or ein­las­se. Wir soll­ten uns gegen­sei­tig ken­nen­ler­nen, damit jeder sehen kann, wor­auf er sich ein­lässt. Es darf kei­ne ein­sei­ti­ge Bezie­hung sein. Ihr Ver­hal­ten muss über­ein­stim­men, und das Ener­gie­ni­veau muss ähn­lich sein.”

Lar­kin: “Die meis­ten guten Golf­leh­rer sind ger­ne bereit, am Tele­fon Fra­gen zu beant­wor­ten oder ein kur­zes Inter­view zu füh­ren, damit Sie ein Gefühl dafür bekom­men, wie er mit Ihnen umgeht, bevor Sie mit einer ers­ten Unter­richts­stun­de begin­nen. Ein gutes Zei­chen ist es, wenn er Ihnen Fra­gen zu Ihren Zie­len stellt und Ihnen vor­schlägt, wel­che Art von Pro­gram­men oder Kur­sen ein guter Start­punkt wäre. Auch wenn der Golf­leh­rer eine her­vor­ra­gen­de Erfolgs­bi­lanz und einen guten Ruf im Inter­net hat, müs­sen Sie den­noch her­aus­fin­den, ob er zu Ihnen passt.”

Erfolgsbilanz ist gut. Eine besondere Erfolgsbilanz ist noch besser.

Weeks: “Hat der Golf­leh­rer jeman­den an den Ort gebracht, an den Sie wol­len? Das könn­te bedeu­ten, dass Sie die 80 kna­cken, die Club­meis­ter­schaft gewin­nen, einen Schwung an eine Ver­let­zung anpas­sen, was auch immer. Das ist beson­ders wich­tig, wenn Sie eine Bezie­hung zu einem jun­gen Spie­ler auf­bau­en wol­len. Sie müs­sen einen Leh­rer aus­wäh­len, der ein Kind dort­hin gebracht hat, wo Sie Ihr Kind haben wol­len. Es gibt kei­ne grö­ße­re Ehre, als wenn Eltern Ihnen die Zukunft ihres Kin­des anver­trau­en, und es gibt kei­nen grö­ße­ren Unfall, als wenn Sie es ver­mas­seln, weil Sie nicht die nöti­ge Erfah­rung haben.”

Lar­kin: “Es ist wirk­lich nicht anders, als wenn Sie einen ande­ren Dienst­leis­ter beauf­tra­gen. Infor­mie­ren Sie sich online über die Web­site, Yelp, You­Tube, Insta­gram und fra­gen Sie Freun­de, die viel­leicht Stu­den­ten sind, nach einem Erfah­rungs­be­richt. Was Sie suchen, ist Trans­pa­renz in Bezug auf die Unter­richts­phi­lo­so­phie, Zer­ti­fi­zie­run­gen, Aus­zeich­nun­gen, Erfol­ge der Stu­den­ten und Zeugnisse.”

Mor­ris: “Ich weiß, dass es sich anhört, als wür­de ich mich ein­schlei­men, aber die nach Bun­des­län­dern geord­ne­te Lis­te der Leh­rer ist ein guter Anfang. Das habe ich auch gemacht, als ich vor Jah­ren als Spie­ler bes­ser wer­den woll­te. Ich habe mir die Lis­te für Ohio ange­se­hen, um zu sehen, wer in mei­ner Umge­bung gut sein soll­te, und habe von dort aus angefangen.”

Lar­kin: “Die Rang­lis­ten und Din­ge wie die Arbeit mit Tour­spie­lern­In­nen sind sicher wich­tig, aber Leh­rer, die mit vie­len Eli­te­spie­lern arbei­ten, sind viel­leicht nicht die bes­ten in der Kom­mu­ni­ka­ti­on oder im Umgang mit neue­ren Gol­fern oder Spie­lern mit höhe­rem Han­di­cap. Eini­ge Trai­ner sind eher tech­nisch ori­en­tiert und ver­wen­den eine Men­ge Tech­no­lo­gie – ande­re sind es nicht und kon­zen­trie­ren sich auf ein­fa­che Schwung­an­wei­sun­gen. Je nach Ihrem Spiel­ni­veau, Ihren Bedürf­nis­sen und Ihrem Lern­stil sind Sie bei dem einen oder ande­ren Golf­trai­ner viel­leicht bes­ser aufgehoben.

Woher weiß ich, das mein Golftrainer ein guter Golflehrer ist?
Woher weiß ich, das mein Golf­trai­ner ein guter Golf­leh­rer ist?

Geduld ist eine Tugend.

Weeks: “Eine Fra­ge, die ich immer wie­der gestellt bekom­me, ist die, wie vie­le Stun­den es braucht, um eine Ver­bes­se­rung zu sehen. Wenn Sie wis­sen, wor­auf Sie ach­ten müs­sen, wer­den Sie schon nach einer Unter­richts­stun­de eine Ver­bes­se­rung sehen! Aber Ver­bes­se­rung ist nicht line­ar und ech­te Ver­bes­se­rung braucht Zeit. Im Ide­al­fall spre­chen der Golf­leh­rer und der Golf­schü­ler im Vor­aus über die Zie­le und den Umfang der Übun­gen, die der Schü­ler durch­füh­ren kann, und der Ver­bes­se­rungs­plan spie­gelt dies wider, so dass alle von der­sel­ben Sei­te ausgehen.”

Mor­ris: “Es ist mei­ne Auf­ga­be, Ihnen das Gefühl zu geben, dass etwas anders und mög­li­cher­wei­se unan­ge­nehm ist, denn wenn Sie ein­fach so wei­ter­ma­chen woll­ten wie bis­her, wür­den Sie kei­nen Golf-Unter­richt neh­men. Es wird also eine gewis­se Zeit dau­ern, bis Sie sich mit neu­en Din­gen wohlfühlen.”

Weeks: “Eine Sache, die zu oft pas­siert, ist, dass die Leu­te nicht lang­fris­tig dabei sind. Es gibt einen Streit oder ein paar Rei­be­rei­en, und schon wird gewech­selt. Aber Rei­be­rei­en sind ein nor­ma­ler Teil einer Trai­ner­be­zie­hung und es ist beson­ders wich­tig für jun­ge Golf­spie­ler, dass sie erken­nen, dass sie an einer Bezie­hung teil­neh­men müs­sen, in der sie nicht nur das bekom­men, was sie wol­len und was sich gut anfühlt. Sie müs­sen in der Lage sein, Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men und Pro­ble­me zu lösen.”

Mor­ris: “Ich sage ger­ne, dass es Lek­tio­nen in Sachen Selbst­ver­trau­en und Kom­pe­tenz gibt, und die guten Leh­rer-Schü­ler-Bezie­hun­gen haben bei­des und zwar zum rich­ti­gen Zeit­punkt. Ich fah­re nächs­te Woche zu einem Tour-Event, um einen Kun­den zu tref­fen, und es geht dar­um, ihm Selbst­ver­trau­en zu ver­mit­teln. Aber wenn wir mit­ten im Win­ter in der Hal­le sind und an unse­ren Fähig­kei­ten arbei­ten, dann ist das eine Kom­pe­tenz­stun­de. Bei­de Berei­che müs­sen absicht­lich und mit einem Plan ange­gan­gen werden.”

Wissen Sie, was Sie wollen, wenn Sie anfangen.

Mor­ris: “Auf einem bestimm­ten Niveau unter­rich­ten die meis­ten Golf­leh­rer die glei­chen Din­ge. Sie set­zen viel­leicht ande­re Prio­ri­tä­ten, und sie ver­mit­teln sie auf jeden Fall anders, mit ande­ren Sti­len und Ana­lo­gien. Sie müs­sen her­aus­fin­den, ob sich die­se Ana­lo­gien in der Leis­tung nie­der­schla­gen. Bei der Leis­tung geht es um Punk­te, aber es ist auch hilf­reich, wenn Sie eini­ge Bench­marks haben, die nicht auf Punk­ten basie­ren. Des­halb mes­sen wir die Din­ge in The Golf Room so sorgfältig. 

Wie groß ist Ihre tat­säch­li­che Streu­ung? Wie wird der Ball gestar­tet und wie dreht er sich? Das sind ech­te Mess­wer­te für Ver­än­de­run­gen und Fort­schrit­te, und wie las­sen sich die­se auf dem Golf­platz umset­zen? Wenn Sie die­se schritt­wei­sen Ver­än­de­run­gen in Ihren Mes­sun­gen sehen kön­nen, wer­den Sie ermu­tigt blei­ben, auch wenn Sie dar­auf war­ten, dass sich dies in Ihren Ergeb­nis­sen niederschlägt.”

Lar­kin: “Eine Unter­richts­stun­de kann trans­ak­tio­nal sein oder wie ein Besuch bei einem Freund. Und die Art der Nach­be­rei­tung kann von gar nichts bis hin zu Tex­ten und E‑Mails rei­chen, um sich zu erkun­di­gen, wie es wei­ter­geht. Ich sage nicht, dass irgend­et­was davon rich­tig oder falsch ist… Der Punkt ist, dass Sie den Plan und die Erwar­tun­gen an die Ergeb­nis­se umso bes­ser fest­le­gen kön­nen, je bes­ser Sie sich im Vor­aus über den Stil jedes Ein­zel­nen informieren.”

Weeks: Ich habe Golf­spie­ler, die ein­fach mehr Spaß am Spiel haben wol­len, und ich habe Spie­ler, die ein Sti­pen­di­um für die Divi­si­on I an der wett­be­werbs­fä­higs­ten Schu­le des Lan­des erhal­ten wol­len. Bei­des ist schön und gut, aber die Art und Wei­se, wie Sie die­se bei­den Spie­ler trai­nie­ren, ist völ­lig unter­schied­lich: Sie mes­sen den Fort­schritt ganz anders und gehen anders an die Bezie­hung her­an. Das soll­te für den Golf­leh­rer genau­so klar sein wie für den Golfschüler.”

Mor­ris: “Ein Zei­chen des Fort­schritts, das ich als Golf­leh­rer wirk­lich sehen möch­te, ist, dass der Golf­schü­ler mich irgend­wann nicht mehr braucht – weil er weiß, wie er die Feh­ler auf dem Platz dia­gnos­ti­zie­ren und ändern kann, wenn es dar­auf ankommt. Das bedeu­tet, dass sie detail­lier­te Spiel­be­ur­tei­lun­gen und Trai­nings­plä­ne bekom­men, die Fort­schrit­te machen, und nicht nur die glei­che Lek­ti­on immer und immer wieder.”

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